Welche Therapieverfahren werden eingesetzt?

Iris Halbritter, M. A. phil., Heilpraktikerin für Psychotherapie

Das Kernstück meiner Heilpraxis ist die Gesprächstherapie in Verbindung mit Mentaltechniken und Hypnose/ Hypnotherapie. Dies wird mit anderen Verfahren zu einer hocheffektiven Kombitherapie ergänzt, sodass oft schon in relativ kurzer Zeit eine Verbesserung zu spüren ist. Mir ist vor allem wichtig, dass die Therapie keine belastende Erfahrung ist, sondern Sie mit einem guten Gefühl aus der Sitzung entlassen werden. Daher dauern die Therapie-Einheiten mindesten 90 Minuten. Bei Techniken wie Hypnose und EMDR kommt es oft bereits innerhalb der Sitzung zu einer spürbaren Erleichterung. In anderen Fällen sorge ich mit einer Entspannungs- oder Visualisierungsübung oder einer Kurzhypnose für einen guten Abschluss. Bei Bedarf können körpertherapeutische Methoden oder tiergestützte Therapie mit einbezogen werden.    


Hypnose

„Wenn nichts mehr hilft, hilft Hypnose.“ Diesen Satz von Dr. James Braid (1795-1860) hört man häufig in Verbindung mit Hypnose- oder Hypnotherapie. In der Tat sind mittels Hypnosetherapie oft gute Verbesserungen in kurzer Zeit zu erziele. In meiner Praxis nutze ich sowohl die auflösende, ursachenorientiere Hypnoanalyse als auch Suggestionen. Hypnose lässt sich gut mit anderen Verfahren kombinieren. Am Ende einer Sitzung mache ich zum Abschluss gern eine Kurzhypnose zur Entspannung, Stabilisierung oder Motivation. Bei Bedarf erhalten Sie eine Hypnose-MP3 für zu Hause, etwa um besser einzuschlafen.


EMDR

EMDR ist die Abkürzung für „Eye Movement Desensitization and Reprocessing“, zu Deutsch etwa „Desensibilisierung und Aufarbeitung durch Augenbewegungen“. Das Verfahren stammt ursprünglich aus der Traumatherapie, wird heute aber auch erfolgreich zur Therapie von Ängsten und anderen psychischen Beschwerden eingesetzt. Durch die bilaterale Stimulierung (die nicht nur visuell, sondern auch durch Berührungen oder Geräusche erfolgen kann), werden belastende Inhalte vom Gehirn anders verarbeitet und es tritt sehr schnell ein Gefühl der Erleichterung ein. Auch positive neue Glaubenssätze werden dadurch besser verankert. 


Katathymes Bilderleben

Beim Katathymen Bilderleben werden dem Klienten bestimmte Motive genannt, die er sich vorstellen und beschreiben soll. Da der bewusste Verstand damit umgangen wird, ermöglicht dies einen unverfälschten Blick ins Unterbewusstsein und die dem Bewusstsein nicht zugänglichen Ursachen psychosomatischer oder psychischer Beschwerden, anhaltender Schwierigkeiten oder Blockaden. Auch die Verarbeitung der Probleme erfolgt auf dieser metaphorischen Ebene. Die katathym-imaginative Psychotherapie findet in einer leichten Entspannungstrance statt und wird in der Regel als sehr angenehm empfunden. 


Verhaltenstherapie

Bei der kognitiven Verhaltenstherapie identifiziert man dysfunktionale Denkmuster und Glaubenssätze, die Ihnen das Leben erschweren. Im nächsten Schritt werden dann funktionale Verhaltensweisen erarbeitet und eingeübt. KVT ist eines der bewährtesten und am besten wissenschaftlich fundierten Therapieverfahren. Sie bleibt jedoch oft auf der Verstandesebene stecken, sodass mittels anderer Verfahren ein Zugang zu den Gefühlen gefunden werden muss. Verhaltenstherapie lässt sich z. B. gut mit EMDR kombinieren. Ich arbeite mit der Integrativen Verhaltenstherapie nach Stavemann, die auch philosophische Fragestellungen sowie Fragen nach Lebenszielen und Lebenssinn beinhaltet, und biete Expositionsübungen bei Ängsten und Zwängen an.


Imaginative Verfahren

Von der Traumatherapeutin Luise Reddemann stammt der Satz: „Man muss die Waagschale des Glücks so auffüllen, dass sie ein Gegengewicht bilden kann zur Waagschale des Unglücks.“ Leider hat sich in vielen Köpfen die Vorstellung festgesetzt, dass Psychotherapie grundsätzlich eine quälende und kräftezehrende Angelegenheit sein muss. Natürlich wird man in einer Therapie mit belastenden Themen konfrontiert, das heißt jedoch nicht, dass Sie sich nach der Therapiesitzung schlechter fühlen sollten als vorher. Ich lege Wert darauf, dass Sie mit einem guten Gefühl die Praxis verlassen. Imaginationsübungen oder Erdungsübungen eignen sich perfekt für einen positiven, stabilisierenden Abschluss  und sind sogar ein eigenständiges und anerkanntes Verfahren in der Traumatherapie – zum Auffüllen der Waagschaale des Glücks 🙂


Achtsamkeit (MSBR/ACT)

Das Konzept der Achtsamkeit stammt aus dem Buddhismus und wurde dem Westen vor allem durch Jon Kabat-Zinn in Form seiner „Mindfulness Based Stress-Reduction“ (MBSR), auf Deutsch „Achtsamkeitsbasierte Stressreduktion“, zugänglich gemacht. Es geht dabei darum, den gegenwärtigen Augenblick bewusst wahrzunehmen, ohne ihn zu bewerten. Dies ist hilfreich bei Ängsten, die stets in die Zukunft gerichtet sind, oder Depressionen und Traumata, die sich immer auf die Vergangenheit beziehen. Auch Schmerzen und chronische Krankheiten lassen sich so besser bewältigen. Mit der Akzeptanz- und Commitmenttherapie (ACT) wurde eine achtsamkeitsbasierte Therapieform entwickelt, deren Ziel nicht die Veränderung, sondern die Distanzierung von bestimmten Gefühlen und Gedanken ist.


Entspannung/Meditation

Sie können in meiner Praxis verschiedene Meditationstechniken und Entspannungsmethoden auszuprobieren, um herauszufinden, welche für Sie die richtige ist und welche Sie am besten in Ihren Alltag integrieren können. Ich persönlich bervorzuge die sehr natürliche NSR-Meditation (Natural Stress Relief), die eng an die  Transzendentale Meditation angelehnt ist und die Sie bei mir für einen Bruchteil der TM-Kosten unter persönlicher Anleitung erlernen können. Außerdem biete ich (nur in der Praxis) eine hypnotische Tiefenentspannung an, die eine tiefe innere Ruhe bewirken und selbst hartnäckige muskuläre Verspannungen lösen kann.


Körperpsychotherapie

Körper und Psyche hängen eng zusammen. Unser psychischer Zustand wirkt sich auf unsere Körperhaltung aus, und wenn wir unsere Körperhaltung verändern, gibt dies Rückmeldung an unsere Psyche. Das weiß jeder, der schon einmal versucht hat, mit hochgezogenen Mundwinkeln wütend zu sein. Wenn wir unseren „Körperpanzer“ aufbrechen, verändern wir damit langfristig unseren Gemütszustand. In der Körperpsychotherapie arbeitet man mit Körperübungen und Berührungen (ähnlich Massagen). Ich nutze einzelne Übungen aus der Körpertherapie als Ergänzung, wenn mir dies sinnvoll erscheint und Sie dies wünschen. 


Tier-/Naturtherapie

Der moderne Mensch hat sich von der Natur stark entfremdet. Dies ist mit ein Grund für viele psychische Probleme. Daher war es mir ein besonderes Anliegen, Naturtherapie und tiergestützte Therapie mitten in die Großstadt zu holen. In meinem Vogelzimmer helfen mir meine Papageien, Jugendliche und Erwachsene mit Depressionen, PTBS/Traumata und Selbstwertproblemen zu therapieren. Dieses Angebot ist in Deutschland neu und fast einmalig. Noch im Aufbau befinden sich meine pferdegestützten Angebote in Hamburg und der Lüneburger Heide. Bitte besuchen Sie:  https://psychotherapie-mit-pferden.de